Übergabe von 4.416 Unterschriften an die Stadtverwaltung

4.416 Bürgerinnen und Bürger Bad Honnefs haben auf 1.037 Unterschriftenlisten ihren politischen Willen bekundet, eine Bebauung des nördlichen Stadtgartens in Bad Honnef nicht zuzulassen. Damit hat das am 30. August 2018 beendete Bürgerbegehren das geforderte Quorum von 1.658 Unterschriften um ein Vielfaches überstiegen und ist zu einem beeindruckenden Signal für den Erhalt dieser wertvollen Grünfläche geworden.

Ein Großteil der Unterschriften wurde im Zentrum Bad Honnefs (Tallage) geleistet. Das ist verständlich, weil hier die Menschen unmittelbar von den Nachteilen einer Vernichtung des Herzstücks unserer „grünen Achse“ betroffen wären.

Ihre Unterschrift für den Erhalt dieser Grünfläche gaben aber auch viele Mitbürger*innen aus Selhof, Rhöndorf und Aegidienberg. Dieses Ergebnis dokumentiert, dass das Bürgerbegehren die Identifikation mit dem Bad Honnefer Stadtgrün und das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den einzelnen Ortsteilen und insbesondere zwischen Tal und Berg erheblich gestärkt hat.

Der Erfolg der Unterschriftensammlung wäre ohne die Unterstützung vieler hochmotivierter Bürger*innen nicht möglich gewesen. Deshalb danken wir den unzähligen bekannten und unbekannten Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz.

Auch an die Mitglieder der Bad Honnefer SPD und Grünen, die sich mit dem Bürgerbegehren solidarisieren und diesem mit Rat und Tat zur Seite standen, gilt unser  Dank. Ebenso wichtig für den erfolgreichen Verlauf der Unterschriftensammlung waren die Recherche und Berichterstattung durch Bad Honnefer Internet- und Printmedien, die eine kommunalpolitische Diskussion über Vor- und Nachteile einer Bebauung von Gemeindebedarfsflächen neu belebt haben.

Die Bereitschaft, das Bürgerbegehren zu unterstützen, kam auch von vielen Inhabern Bad Honnefer Geschäften, Praxen und Lokalen sowie von Leiterinnen und Leitern hiesiger Kindertagesstätten und Altenheimen. Sie ermöglichten es, in ihren Räumen Unterschriftenlisten auszulegen. Ausweiten möchten wir unser Dankeschön auf den BUND, die Bonner Bürgerinitiative „Kurfürstenbad bleibt!“, die Honnefer Obstbaumwarte der Initiative Natürlich Streuobst! und der Biologischen Station Rhein-Sieg sowie den gemeinnützigen Verein „Mehr Demokratie“ in Köln.

Sie alle haben durch konstruktive Ratschläge und tatkräftige Unterstützung unser Bürgerbegehren erheblich bereichert!

Besonders hervorzuheben ist auch die mentale Unterstützung durch viele Bürger*innen, die nicht nur mit ihrer Unterschrift den Erfolg ermöglichten, sondern uns seit Anbeginn, also seit April 2017, durch ihren Zuspruch immer wieder darin bekräftigten, konsequent unser Ziel zu verfolgen. Gerade dieses Gefühl, von Freundlichkeit, Wohlwollen und Hilfsbereitschaft vieler Menschen getragen zu werden, hat uns in unseren Aktionen sehr gestärkt.

Einhellig verweisen wir noch einmal auf das Wissen um den unerträglichen Lärm, die akute Hochwassergefährdung des Gebietes, die Schadstoffemissionen von Schiffen, Straßenbahn, Bundesbahn und B42. Die neuesten Erkenntnisse zur Bodenbeschaffenheit (Stichwort: ehemalige Müllkippe) sollten das Vorhaben, den nördlichen Stadtgarten bebauen zu wollen, endgültig stoppen und das Gegenteil bewirken: die Erhaltung des wertvollen Biotopcharakters dieses Grüngürtels.

Alle diese Faktoren, und insbesondere das hervorragende Ergebnis der Unterschriftensammlung selbst, stimmen uns zuversichtlich, dass der Stadtrat das Bürgerbegehren als deutliches Zeichen der Vernunft und des Bürgerwillens für ökologische Nachhaltigkeit und Prävention anerkennt und ihm deshalb zustimmt.

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