Historisches zum Stadtgarten

Wussten Sie, dass

  • Ende der 60er Jahre eine „grüne Spange“ zwischen der neuen Siebengebirgsklinik (heute Seminaris Hotel) und der neuen Drachenfelsklinik (heute Park-Residenz) zusammengesetzt wurde?
  • der Bad Honnefer Stadtgarten als Teil des Kurparks angelegt war und verwunschene (und mit Liebe gepflegte) Schrebergärten barg und birgt?

Über dies und einiges mehr informiert ein sehr lesenswerter Bericht, welcher in der „Bad Honnefer Wochenzeitung“ veröffentlicht wurde. Dieser Link führt Sie zum Artikel.

Informationsstand der Bürgerinitiative in der Bad Honnefer Fußgängerzone!

Am 10. Juli 2017 fand der erste Bürgerdialog im Ratssaal der Stadt Bad Honnef statt, auf dem rund 120 Bürgerinnen und Bürger vorgelegte Vorschläge eifrig gutgeheißen und verworfen sowie neue entwickelt haben.

Seitdem, d.h. seit einem Monat, schweigt das Rathaus. Kein Protokoll ist bisher erschienen, obwohl es angekündigt war, keine Entscheidungsprozesse oder gar Entscheidungen wurden den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt präsentiert, und vor allem werden immer noch keine Kriterien benannt, nach denen der anvisierte offene Planungsprozess gesteuert werden soll. Bürgerbeteiligungen machen aber nur Sinn, wenn die Verantwortlichen sie ernst nehmen und auch tatsächlich produktiv nutzen.

Auf keinen Fall möchten wir die Stadtverwaltung aus ihrer Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger und für ein umfassendes Gestaltungskonzept dieser Stadt entlassen, das neben quantitativen Wachstumsimpulsen besonders auch qualitatives Wachstum berücksichtigen muss.

Für uns heißt das, mit allen Mitteln zu verhindern, dass der im ISEK-Masterplan als mögliches Baugelände ausgewiesene Teilbereich des Stadtgartens bebaut wird. Der offene Planungscharakter verbietet nicht, den Stadtgarten jetzt schon aus dem ISEK-Programm herauszunehmen.

Um diesem Ziel Nachdruck zu verleihen, werden wir an folgenden Samstagen jeweils ab 10.00 Uhr in der Bad Honnefer Fußgängerzone unsere bisher sehr erfolgreiche Unterschriftenaktion verstärken.

  • 19. August 2017
  • 26. August 2017
  • 02. September 2017
  • 09. September 2017

Dabei möchten wir mit den Bürgerinnen und Bürgern auch darüber diskutieren, welche Ziele sie als vorrangig für zukünftige Planungen in unserer Stadt ansehen. Außerdem werden wir Ideen vorlegen, um den eigentlichen Gartenbereich des Stadtgartens für Kinder von Kindertagesstätten und Grundschulen als innovativen Erkundungs- und Handlungsraum zu gestalten.

Wir werden Defizite der Stadtverwaltung aufarbeiten und deshalb ein dringend erforderliches Luftgutachten erstellen lassen, um aussagekräftige Daten zur Luftverschmutzung durch Bahn und B42 zu erhalten. Der Dieselskandal und die Entscheidung des Stuttgarter Verwaltungsgerichts führen uns in diesen Tagen geradezu beispielhaft vor Augen, welche Vorteile Schutzbarrieren aufweisen, die in der Lage sind, Schadstoffe zu filtern. „Gesundheit geht vor Eigentum“, so das Stuttgarter Verwaltungsgericht. Allein schon aus diesem Grund darf der Grüngürtel entlang der B42 nie und nimmer leichtfertig aufgegeben werden!

Dieser Beitrag erschien als Presse-Meldung bei:

 

Reflektion des 1. Bürgerdialogs und Forderung: Keine Bebauung des Stadtgartens!

Die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtgarten!“ wertet den Bürgerdialog vom 10. Juli 2017 im Bad Honnefer Rathaus als vollen Erfolg. Mit grünen Karten sollten dort die Bürgerinnen und Bürger auf vorstrukturierten Pinnwänden ihre Zustimmung zu den geplanten ISEK-Projekten signalisieren, mit roten ihre Ablehnung. Im Gegensatz zu allen anderen Projekten fand sich das Projekt „Teilbereich Stadtgarten“ von zahlreichen roten Karten geradezu überhäuft.

Ein riesiger roter Flickenteppich signalisierte eine fast einhellige und strikte Ablehnung mit sehr gewichtigen Gründen, wie z.B. Schutz eines wertvollen Biotops, eines alten Baumbestandes, artenreicher Grünflächen und Hochwasserschutzgebiet.

Eine erhebliche Brisanz erhält der Hinweis auf die Schadstoff-Filter-Funktion dieser Grünen Lunge entlang der B42 durch neue Informationen aus Leverkusen und Dortmund, wonach dort empirisch nachgewiesen wurde, dass in der Nähe von ungeschützten Schnellstraßen Atemwegserkrankungen und Krebsrisiken signifikant dramatisch angestiegen sind. (Erstere um etwa das Hundertfache!)

Aber es blieb nicht bei reiner Ablehnung. Auf gelben Karten wurden u.a. folgende zwei diskussionswerte Alternativen skizziert:

  • Lohnenswert erscheint die Anregung, in der Nähe von etlichen Kindertagesstätten und Grundschulen didaktisch und methodisch aufbereitete Lernpfade für die Kinder dieser Einrichtungen anzulegen und ihnen Parzellen zur Verfügung zu stellen, auf denen sie Natur im Wechsel der Jahreszeiten erleben und vielleicht sogar selbst gestalten können. Auch Bienenhotels könnten von ihnen im Rahmen des Werkunterrichts gebaut werden.
  • Visionär erscheint der Vorschlag, die B42 und die Bahnstrecke in Höhe der Stadt zu „übertunneln“. Mit dieser Idee verbinden sich völlig neue Perspektiven: Schadstoffe würden kanalisiert, Lärm gemindert, die Stadt gewönne zusätzliche Flächen für Spiel, Sport, Gastronomie, Rad- und Spazierwege. Der gesamte Stadtgarten würde deutlich aufgewertet, der Zugang zum Rhein auf breiter Fläche ermöglicht und die touristische Attraktivität der Stadt erheblich gesteigert.

Aus dem Ergebnis der Bürgerbeteiligung ziehen wir die zwingende Konsequenz, dass die Stadtverwaltung etliche Projekte, die viele grüne Karten erhielten, weiterverfolgen sollte, das Projekt Nr. 8 aber, „Bebauung eines Teilbereichs Stadtgarten“, aus dem Planungsverfahren zurückziehen muss, um ihr Versprechen einzulösen, dass das Votum der Bürgerinnen und Bürger im Planungsverfahren tatsächlich berücksichtigt wird.

Anderenfalls könnte der Bürgerdialog leicht als Alibiveranstaltung entlarvt werden.

Korrespondierende Presse-Veröffentlichungen unter folgenden Links:

Qualitatives statt quantitatives Wachstum!

Die Diskussionen über den ISEK-Masterplan gehen in eine erste heiße Phase. Hierzu hat der Bad Honnefer Bürgermeister auf der Planungssitzung am 27. Juni 2017 einen Satz gesagt, der nicht unwidersprochen bleiben darf: „…Wir sollten die Gelassenheit haben, dass es erste Bilder gibt, ohne dass gleich Katastrophen heraufbeschworen werden.“

Diese Gelassenheit können wir angesichts der Zielsetzungen des Masterplans mit einer Bebauungsvorgabe für 3.000 neue Bürger u.a. auf zentralen Grünarealen der Stadt nicht teilen!

  • Wäre es keine Katastrophe, wenn der Beschluss des Stadtrates aufgehoben würde, mit dem erst vor wenigen Jahren eine Bebauung von Grünflächen ausgeschlossen wurde?
  • Wäre es keine Katastrophe, wenn die Atemwegserkrankungen in Bad Honnef steigen würden, sollten schätzungsweise 1.000 neue PKWs die Innenstadt zusätzlich verstopfen und sollte der Wind bei Wegfall eines erheblichen Teils des Grüngürtels entlang der B42 die Schadstoffe unzähliger LKWs und PKWs ungefiltert von West nach Ost in die Stadt hineinblasen?
  • Wäre es keine Katastrophe, sollte die seit Jahrhunderten von unseren Vorfahren unter großen Anstrengungen entwickelte einmalige Struktur der Stadt Bad Honnef mit ihren verstreuten Siedlungskernen und den dazwischen befindlichen Grünflächen für alle Zeit zerstört werden?

Und Gelassenheit kann schon deswegen kaum aufkommen, weil die Beratungszeiten des Stadtrates und der Bürgerinnen und Bürger von der Stadtverwaltung allzu eng getaktet sind und gleichzeitig mit diesen Beratungen vermutlich schon längst inhaltliche Festlegungen getroffen werden. Darauf lassen nämlich die parallel laufenden Abstimmungsgespräche mit den Behörden schließen.

Dabei müssten allen Beteiligten, vor allem den Entscheidungsträgern des Stadtrates, viel Zeit und viele Möglichkeiten zugestanden werden, um ernsthaft und intensiv grundsätzliche Kurskorrekturen einzuleiten: Qualitatives statt quantitatives Wachstum sollte die Devise lauten!

Und es gibt viel zu tun, um die Qualität der Stadt zu verbessern:

  • die Bürgersteige ausbessern und an den Übergängen absenken, um älteren Menschen zu ermöglichen, sich auch mit einem Rollator ungefährdet durch die Stadt zu bewegen
  • kreative und sichere Kinderspielplätze schaffen, um junge Familien zu entlasten
  • unserer Jugend Sportplätze anbieten, auf denen sie sich austoben kann
  • das Radfahrwegsystem ausbauen
  • ein überzeugendes Verkehrskonzept entwickeln
  • Straßen und Bäume (z.B. an der Rhöndorferstraße) sanieren

Wir hoffen, dass beim Bürgerdialog am 10. Juli 2017 die Bürgerinnen und Bürger tatsächlich die Chance erhalten, Ideen und Vorschläge einzubringen, die unsere Stadt nachhaltig voranbringen können – und dass diese Ideen und Vorschläge mit der notwendigen Zeit (Gelassenheit!) geprüft und Ergebnisse an die Bürger und Bürgerinnen zeitnah zurückgemeldet werden, ganz im Zeichen eines DIALOGES.”

Erster Bürgerdialog zum “Integrierten Handlungs-Konzept (InHK) Stadterneuerung Innenstadt/Rheinufer/Rhöndorf“ am 10.07.2017

Für Montag, den 10. Juli 2017, lädt die Stadtverwaltung Bad Honnef ab 18.30 Uhr zu einem ersten Bürgerdialog in den Sitzungssaal des Rathauses ein, um den Masterplan-VOR-Entwurf zur Stadterneuerung für die Bereiche Innenstadt, Rheinufer und Rhöndorf inklusive der Insel Grafenwerth und des Rhein-Altarms zu präsentieren und diskutieren.

Laut Aussage von Bürgermeister Otto Neuhoff während der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Bauen, am 27.06.2017, sei noch nichts „fest“ geplant. Man würde die einzelnen Planungsbereiche und –möglichkeiten als Diskussionsgrundlage vorstellen.

Unser Aufruf an Sie:

  • Werfen Sie einen Blick in die Planungsentwürfe, reflektieren und hinterfragen Sie diese!
  • Entwickeln Sie eigene Ideen und bringen Sie Ihre Vorschläge im Rahmen des Bürgerdialoges ein!
  • Je mehr Bürger/innen sich mit dem VOR-Entwurf zur Stadterneuerung beschäftigen, desto größer ist die seitens der Stadtverwaltung gewünschte Resonanz aus der Bürgerschaft!

Abzuwarten bleibt, wie das Bearbeitungsprocedere des Pro und Contra im Nachgang der Veranstaltung aussehen wird und wir Bürger/innen über Ergebnisse informiert und in eine weitere Planungsphase einbezogen werden…

Weitere Meldungen und Informationen zum „Bürgerdialog“ siehe http://www.honnef-heute.de/zukunft-bad-honnef-nichts-ohne-die-buergerinnen-und-buerger/ und http://www.bad-honnef.de/magazin/artikel.php?artikel=1088&type=2&menuid=254&topmenu=7

Grüngürtel statt Bodenversiegelung

Der Grüngürtel – ein Biotop

Die Vogelzählung im letzten Mai ergab laut NABU einen neuerlichen Rückgang der Artenvielfalt bei Gartenvögeln. Eine rühmliche Ausnahme stellen damit unser Stadtgarten und der anschließende Grüngürtel dar, denn das Areal ist eher als Vogelparadies zu bezeichnen mit Amseln, Drosseln, Kohl-, Blau- und Schwanzmeisen, Spatzen, Gimpel, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Kleiber, Gartenrotschwanz, Distelfink, Rotkehlchen, Eichelhäher, Bunt- und Grünspecht. Etliche Vögel konnten noch gar nicht bestimmt werden. Selbst eine in unseren Breiten seltene Sperbereule wurde beobachtet, auf Ansitz im Totholz.

Ein solches Biotop in einem Stadtgebiet ist absolut schützenswert. Das müsste Anliegen aller Bürger sein.

Der Grüngürtel – ein Luftfilter

Manche Städte unternehmen große Anstrengungen, um einen Grüngürtel als natürlichen Luftfilter zu schaffen. Wir sind dem Trend längst voraus und können uns glücklich darüber schätzen. Bürger und Gäste – alle profitieren davon. So sollte der Erhalt der grünen Lunge Anliegen aller sein.

Grüngürtel statt Bodenversiegelung

Die Problematik der grenzenlosen Bodenversiegelung ist bekannt, der dringende Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Bad Honnef auch.

Stadt, Politik und Bürger sollten auf weitere großflächige Bodenversiegelung verzichten und stattdessen gemeinsam nach Lösungen suchen.

Die Bürger könnten zur aktiven Beteiligung bei der Grundstücksuche für Wohnbebauung aufgerufen werden: Vielleicht gibt es aufgegebene Wohngebäude, Hof- oder Industrieanlagen – also bereits erschlossene Grundstücke  – ,die einer neuen Bebauung im obigen Sinn zugeführt werden können.

Profitieren werden alle Bürger !

 

18. Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen

Am Dienstag, dem 27. Juni 2017, um 18 Uhr, findet im Sitzungssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, Bad Honnef die 18. Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen statt. Hier soll unter anderem auch das „Integrierte Handlungs-Konzept (InHK) Stadterneuerung Innenstadt/ Rheinufer/ Rhöndorf“ besprochen werden, in dem es auch um die Zukunft des Stadtgartens und der angrenzenden Grünflächen gehen wird.

Folgende Tagesordnung ist für den öffentlichen Teil laut offizieller Einladung vorgesehen.

  1. Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Tagesordnung
  3. Vorstellung Bauprogramm Tiefbau mit Überblick über das Beitragsverfahren und die gesetzlichen Rahmenbedingungen
  4. „Integriertes Handlungs-Konzept (InHK) Stadterneuerung Innenstadt/ Rheinufer/ Rhöndorf“
    – Beschluss zur Durchführung des ersten Bürgerdialogs und der Behördenbeteiligung auf Basis des Masterplan-VOR-Entwurf
  5. Information über den Bauantrag Auf Penaten
    – Bauvorhaben der SWIFT Rhein-Main
  6. Bebauungsplan Nr. 1-137 „Neubau St. Josef Schule“
    – Information zum Planungsprozess
  7. Straßenausbau Linzer Straße, 3. Bauabschnitt
    (Floßweg bis Menzenberger Straße)
  8. Ausbau und Austausch der Straßenbeleuchtung bis 2018
  9. Ergebnis Wettbewerbsverfahren zum Begegnungshaus Aegidienberg

Quelle: Stadt Bad Honnef, öffentliches Einladungsdokument zur 18. Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen

Für uns ist der unter Punkt 4 beschriebene Punkt  – „Integriertes Handlungs-Konzept (InHK) Stadterneuerung Innenstadt/ Rheinufer/ Rhöndorf“  Beschluss zur Durchführung des ersten Bürgerdialogs und der Behördenbeteiligung auf Basis des Masterplan-VOR-Entwurf – von besonderem Interesse. Geht es hier doch auch um die weitere Planung und Umsetzung sowie um den ersten Bürgerdialog zum Thema. Hier finden Sie die Vorlage des Beschlusses zum Download. Wir warten mit Spannung auf die Ergebnisse.

Zum Thema gibt es auch einen interessanten Artikel im Bonner General-Anzeiger: Stadtentwicklung – Stadt stellt Pläne für Bad Honnef vor

 

 

 

Reaktionen der Presse zur Pressekonferenz am 14.06.2017

General Anzeiger Bonn: „Bürgerinitiative in Bad Honnef will Bebauung verhindern.“ Hier gehts zum Artikel.

Honnef heute.de: „Stadt plant weitere Naturopfer – Bürgerinitiative RETTET DEN STADTGARTEN wehrt sich.“ Hier gehts zum Artikel.

Bonner Rundschau: „Schutz für das Herzstück der Stadt RETTET DEN STADTGARTEN gegen geplante Bebauung.“ Hier gehts zum Artikel.

Extra-Blatt: „Rettet den Stadtgarten Bürgerinitiative gegründet“ Hier gehts zum Artikel.

Nachlese zur Presse-Konferenz über die Gründung der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtgarten“

Noch ruht der steinerne Löwe arglos auf seinem prächtigen Sockel im Bad Honnefer Stadtgarten an der Alexander-von- Humboldtstraße. Das könnte sich aber ändern, falls das neue ISEK-Stadtentwicklungskonzept verwirklicht wird, das der Stadtrat am 8. Dezember 2016 beschlossen hat und nun öffentlich zur Diskussion stellt.

Es sieht u.a. vor, städtische Grünanlagen zu bebauen, um Wohnraum für 3.000 neue Bürger und Bürgerinnen zu schaffen. Auch ein Teil des Stadtgartens wäre betroffen. Um dies zu verhindern, wurde im April 2017 eine Bürgerinitiative unter dem Slogan „Rettet den Stadtgarten“ gegründet. Auf ihrer ersten Pressekonferenz am 14. Juni 2017 im Hotel Seminaris zeigte sie sich fest entschlossen, hart für ihr Ziel zu kämpfen.

„Wirtschaftliche Erwägungen müssen gegenüber dem berechtigten Anspruch der Bürgerinnen und Bürger, grüne Oasen in der Stadt zu nutzen und sich an ihnen zu erfreuen, zurücktreten. Wir sind uns auch unserer Verantwortung für die folgenden Generationen bewusst. Diese haben ein Recht darauf, dass ihre Zukunft nicht ‚verbaut’ wird.“ Mit diesen Worten unterstrich der Sprecher der Bürgerinitiative, Heinz Jacobs, seine Forderung, den Stadtgarten in seiner jetzigen Form und Schönheit ungeschmälert zu erhalten. Zu viel stehe auf dem Spiel.

Nicht nur der alte Baumbestand und die dunkelblau-violetten Bänder der blühenden Krokusareale im Frühjahr, sondern vor allem auch die wichtige Rolle, die der Stadtgarten als Herzstück zweier grüner Achsen von Ost nach West und von Süd nach Nord inmitten der Stadt innehabe.

Bad Honnefs Bevölkerung müsste erhebliche Einbußen an Lebensqualität und Gesundheit hinnehmen, würden Teile des Stadtgartens vernichtet: ein weitläufiges Spazieren im innerstädtischen Grün wäre stark beschnitten, ungefiltert würden Schadstoffe von der B42 in die Stadt hineingeblasen werden, zudem wird der Schutz und Lebensraum streng geschützter Tierarten, wie Fledermäuse und der selten gewordenen Haselmäuse, gefährdet.

„Es ist irritierend, dass ein Teil des Stadtgartens durch die ISEK-Bebauungspläne in das Visier kurzfristiger und kurzsichtiger Interessen geraten ist. Im Rahmen der Bewerbung für die Landesgartenschau 2020 wurde er doch von den verantwortlichen Antragstellern als ein wichtiges Highlight gepriesen.“, ergänzten die anwesenden Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative. Sie kündigten an, nach den Sommerferien eine Unterschriftenaktion zu starten und die Diskussion um den Widerstreit von quantitativem und qualitativem Wachstum in der Stadt anzustoßen.

„Wir möchten, dass der Löwe weiter beruhigt schlafen kann“, so der einhellige Wille der Initiatoren. „Freuen würde er sich mit Sicherheit, könnte der Stadtrat sich dafür entscheiden, den Stadtgarten in „Löwenpark“ umzubenennen.“

Diese Presse-Information zum Download

Einladung zur Pressekonferenz am 14. Juni, 17.30 Uhr im Hotel Seminaris, Bad Honnef

Derzeit legt die Stadtverwaltung Bad Honnef dem Stadtrat und am 10. Juli 2017 den Bürgerinnen und Bürgern Bad Honnefs ein Stadtentwicklungskonzept vor, den sogenannten ISEK-Masterplan.

Er sieht vor, die Einwohnerzahl Bad Honnefs um ca. 3.000 Personen zu erhöhen, und empfiehlt deshalb u.a., Teile des Stadtgartens einer Bebauung zuzuführen. Dabei wurde gerade dieser Stadtgarten noch bei der Bewerbung um die Landesgartenschau 2020 als ein Highlight gepriesen.

Aus Verantwortung um den Erhalt der Lebensqualität in unserer Stadt haben wir im April 2017 eine Bürgerinitiative gegründet. Wir setzen uns dafür ein, den Stadtgarten in seiner jetzigen Form und Schönheit ungeschmälert zu erhalten und „innerstädtisches Grün“ zu verbinden.

Um unsere Vorstellungen und Ideen – aber auch unsere Befürchtungen mit Ihnen auszutauschen, laden wir Sie zu einer Pressekonferenz am 14. Juni 2017, um 17.30 Uhr in das Hotel Seminaris in Bad Honnef ein.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

Wir freuen uns auf ein Treffen mit Ihnen!